Eingebrannte Fettspritzer, verkrustete Ränder und ein hartnäckiger Geruch nach dem letzten Braten: Der Backofen gehört zu den Geräten in der Küche, die am meisten Pflege verlangen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie Ihren Backofen richtig reinigen, welche Selbstreinigungsverfahren Ihnen die Arbeit abnehmen und mit welchen Hausmitteln Sie hartnäckigen Schmutz auch von Hand entfernen. So bleibt der Garraum dauerhaft sauber und das Backergebnis überzeugt.
Warum sich die regelmäßige Reinigung lohnt
Rückstände im Backofen sind mehr als ein optisches Problem. Verkrustete Fette und Speisereste verbrennen bei jedem weiteren Aufheizen erneut. Dabei entsteht Rauch, und unangenehme Gerüche legen sich auf frisch gegartes Essen. Zusätzlich verschlechtert eine dicke Schmutzschicht die Wärmeverteilung im Garraum, sodass Gerichte ungleichmäßig garen. Eine regelmäßige Reinigung hält den Energieverbrauch niedrig und verlängert die Lebensdauer des Geräts. Am leichtesten gelingt sie, wenn Sie frische Spritzer sofort entfernen, statt sie wochenlang einbrennen zu lassen.
Pyrolyse: Selbstreinigung bei hoher Hitze
Viele hochwertige Backöfen reinigen sich auf Knopfdruck selbst. Die Pyrolyse erhitzt den Innenraum auf bis zu 500 Grad. Bei dieser Temperatur zerfallen selbst starke Verkrustungen und eingebrannte Zuckerreste zu feiner Asche, die Sie anschließend nur noch auswischen. Reinigungsmittel brauchen Sie dafür nicht. Häufig lässt sich die Reinigungsstufe an den Verschmutzungsgrad anpassen, sodass leichte Rückstände weniger Zeit und Energie kosten. Der Vorgang dauert je nach Stufe bis zu drei Stunden und verbraucht entsprechend viel Strom. Dabei können sich Rauch und Geruch entwickeln, und die heiße Tür verlangt etwas Abstand. Vor dem Start sollten Sie Bleche und Roste herausnehmen, sofern diese nicht ausdrücklich pyrolysefest sind.
Katalyse gegen Fettspritzer
Die Katalyse arbeitet ohne eigenes Programm. Eine grobporige Beschichtung nimmt Fett nach Art eines Löschblatts auf und wandelt es bei Hitze in Kohlendioxid und Wasser um, oft schon während des normalen Backens. Dieses Verfahren erreicht seine volle Wirkung ab etwa 200 Grad. Bei vielen Geräten ist allerdings nur die Rückwand katalytisch beschichtet, die übrigen Flächen reinigen Sie weiterhin von Hand. Fettspritzer verschwinden auf diese Weise zuverlässig, Eiweiß- und Zuckerreste dagegen nicht. Die Beschichtung lässt sich nachrüsten, nutzt sich mit der Zeit aber ab und muss ersetzt werden.
Hydrolyse mit Wasserdampf
Am schonendsten und günstigsten gelingt die Reinigung per Hydrolyse. Dazu geben Sie etwas Wasser und einen Spritzer Spülmittel auf den Backofenboden und starten das Programm. Der entstehende Wasserdampf weicht leichte Verschmutzungen auf, sodass Sie den Garraum danach mühelos auswischen. Das Verfahren ist schnell, ökologisch und kommt mit wenig Energie aus. Für frische, dünne Spritzer ist es ideal, starke Verkrustungen entfernen Sie mit Wasserdampf allein allerdings nicht. Den Garraum sollten Sie danach gut trocknen, denn Restfeuchte kann auf Dauer Rost verursachen.
Pflegeleichte Beschichtungen und Filter
Damit Schmutz gar nicht erst haftet, statten die Hersteller viele Geräte mit glatten Antihaftbeschichtungen aus. An diesen sehr ebenen Oberflächen finden Fett und Essensreste nach dem Prinzip des Lotus-Effekts kaum Halt. Die glatte Fläche spiegelt zudem Licht und macht den Garraum heller. Ein weicher, feuchter Lappen genügt zum Reinigen dann meist schon, während scharfe Scheuermittel die empfindliche Oberfläche angreifen. Auch Bleche und Roste sind bei vielen Geräten mit einer solchen Spezialemaille erhältlich. Ein zusätzlicher Fettfilter schützt das Gebläse an der Rückwand vor Spritzern. Sie sollten ihn regelmäßig säubern, damit er nicht selbst zur Schmutzquelle wird.
Von Hand reinigen mit einfachen Hausmitteln
Nicht jeder Backofen hat eine Reinigungsfunktion, und auch die beste Beschichtung stößt bei starkem Schmutz an ihre Grenzen. Beim Reinigen von Hand brauchen Sie keine aggressiven Chemikalien. Eine Paste aus Natron und Wasser löst hartnäckige Verkrustungen, wenn Sie sie eine Nacht lang einwirken lassen. Am nächsten Morgen wischen Sie die Reste mit einem feuchten Tuch ab. Backbleche und Roste weichen Sie vorab in warmem Spülwasser ein. Fettige Scheiben der Ofentür werden mit etwas Zitronensäure oder Essigwasser wieder klar. Vor allem bei der Tür lohnt sich etwas Geduld, denn zwischen den Glasscheiben sammelt sich mit der Zeit viel Schmutz.
Welches Verfahren zu Ihnen passt
Welche Methode sich lohnt, hängt vor allem davon ab, wie oft Sie backen. Bei häufigem Einsatz mit Braten und Aufläufen zahlt sich die gründliche Pyrolyse aus, die auch zähe Zuckerreste beseitigt. Wenn Sie den Ofen eher selten und für leichte Gerichte nutzen, genügt oft schon die günstige Hydrolyse zusammen mit einer pflegeleichten Beschichtung.
Fazit: Backofen richtig reinigen
Den Backofen richtig reinigen ist keine Frage teurer Geräte, sondern der passenden Methode. Verfahren zur Selbstreinigung wie Pyrolyse, Katalyse und Hydrolyse nehmen Ihnen viel Arbeit ab, während glatte Beschichtungen und einfache Hausmittel den Rest erledigen. Am wenigsten Mühe haben Sie, wenn Sie frische Spritzer sofort beseitigen und die zum Gerät passende Reinigungsfunktion nutzen. Welche Ausstattung für Ihre Küche sinnvoll ist, klären Sie am besten im persönlichen Gespräch. Küchen Michaelis plant als Familienbetrieb seit 1991 hochwertige Einbauküchen und bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in zweiter Generation mit. In der Ausstellung in Schönefeld bei Berlin sehen Sie pflegeleichte Backöfen sowie moderne Gerätetechnik live und parken direkt vor der Tür kostenfrei.
